Was ist Stress eigentlich?

was-ist-stressStress wird von den meisten Menschen als negative empfunden. Bei genauerer Betrachtung gibt es zwei Arten von Stress: den „guten Stress“ (Eustress) und den „schlechten Stress“ (Distress). In Stresssituationen wird ein uralter körperlicher Mechanismus aktiviert der unser Überleben sichern soll. Er stammt noch aus Zeiten als wir in Höhlen gelebt haben und ständig Gefahren ausgesetzt waren. Man musste jederzeit, auch im Schlaf, damit rechnen z.B. von einem wilden Tier angegriffen zu werden. Bei Gefahr werden vermehrt Hormone wie Adrenalin und Kortisol produziert, der Blutdruck steigt – der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt um schnell wegrennen zu können oder um zu kämpfen.

Eine Stresssituation ist eine Gegebenheit, in der ein Mensch seine Kräfte und Bewältigungsmöglichkeiten über Gebühr beansprucht. Er fühlt sich dem nicht gewachsen und fürchtet negative Konsequenzen. Dieses Gefühl wird als Gefährdung der eigenen Gesundheit, der sozialen Anpassung oder der Leistungsfähigkeit wahrgenommen.

Typische Stresssituationen sind:

  • Existenzangst
  • Arbeitslosigkeit
  • Einsamkeit
  • Lärm
  • Über- oder Unterforderung
  • Schlafdefizit
  • Versagensangst
  • Zeitdruck
  • Streit
  • Urlaub
  • Feiertage
  • „Fitness-Stress“ ist eine moderne Form von Stress und entsteht durch übertriebenen „Fitnesswahn“

Stress wird zum Gesundheitsrisiko, wenn er im Übermaß auftritt und die Anspannungsphasen nie durch entspannende Situationen entschärft werden. Häufigkeit, Vielfalt, Dauer sowie die persönliche Bewertung einer Situation entscheidet, was als (negativer) Stress erlebt wird.