Das Burnout-Syndrom – nichts geht mehr!

In Kapitel 21 der ICD 10, der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation), finden wir unter der Kennziffer Z 73 das Erschöpfungssyndrom (Burnout Syndrom). Es wird als Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung klassifiziert. Die Betroffenen klagen über vermehrte Müdigkeit nach geistigen Anstrengungen, verbunden mit abnehmender Arbeitsleistung oder Effektivität. Andere haben Gefühle körperlicher Schwäche und Erschöpfung nach nur geringer Anstrengung, begleitet von muskulären oder anderen Schmerzen und der Unfähigkeit, sich zu entspannen. Dazu kommen meist andere unangenehme körperliche Empfindungen. Neben der Ermüdbarkeit und Schwäche steht die Sorge über die verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit im Fokus der Betroffenen. Das Burnout-Syndrom schleicht sich wie bei einer Alkoholkrankheit über einen Zeitraum von Jahren in Phasen ein.

Bei Verdacht auf Burnout, auch im Bekanntenkreis, immer als erstes mit dem Hausarzt sprechen und sich danach professionelle Hilfe durch geschulte Burnout-Berater oder Therapeuten suchen.

Die häufigsten Anzeichen für Burnout sind:

  • Körperliche Anzeichen
    • Körperliche Erschöpfung
    • Energiemangel
    • Chronische Müdigkeit
    • Schlafstörungen
    • Verlust der Fähigkeit sich erholen und zu entspannen
    • Kopf- und Rückenschmerzen
    • Magen- und Darmbeschwerden
    • Herz- und Kreislaufprobleme
    • Drehschwindel
    • Häufige Infekte
    • Hörsturz und Tinnitus
  • Geistige Anzeichen
    • Emotionale Erschöpfung
    • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
    • Motivationslosigkeit
    • Stimmungsschwankungen
    • Lustlosigkeit, Übellaunigkeit, Gereiztheit
    • Angst, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein
    • Mangelndes Interesse am Beruf oder Aufgabenbereichen
    • Gefühl von Verzweiflung, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit
    • Suche nach Ablenkung und Trost in Alkohol, Tabak, Computeraktivitäten, vielem Essen oder häufigem Sex
    • (Erschöpfungs-)Depressionen

Im Endstadium sind die Betroffenen total erschöpft und ausgelaugt. Der Wille zu arbeiten ist noch da, aber die Psyche und der Körper versagen ihren Dienst.